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30 Jahre Tschernobyl mahnen - Mahnwache am Montag, 2. Mai 2016 um 18 Uhr in Bebra

von Lucas Sichardt am 29.04.2016 um 11:13:12

30 Jahre Tschernobyl mahnen
Gedenken der Opfer der Atom-Katastrophe

Bebra. Mit einer Mahnwache am Bebraer Einkaufszentrum „das be!“ (Parkplatz Bismarckstraße) am Montag, 2. Mai, laden Mitglieder des Klimaforums Waldhessen interessierte Bürger ein, ab 18 Uhr der Opfer der Atomkatastrophe zu gedenken, die durch Verstrahlung bei den Rettungsarbeiten oder an den Langzeitfolgen der atomaren Verseuchung verstorben sind, gesundheitlich geschädigt wurden oder ihre Heimat verlassen mussten.

Mit den Jahren wächst die Verdrängung. Jahrestage sind eine Gelegenheit, die Erinnerung wachzuhalten und zu mahnen. Auch 30 Jahre danach sind riesige Gebiete in Europa mit radioaktivem Cäsium kontaminiert, Wildschweine und Pilze aus manchen Regionen Deutschlands dürfen selbst nach den laxen europäischen Strahlenschutzgrenzwerten bis heute nicht verzehrt werden. Genetische Schäden werden noch in 300 Jahren auftreten. 

Atomunfälle können sich jederzeit wiederholen. Anlagen in Nachbarländern wie beispielsweise in Belgien und Frankreich machen in Punkto Sicherheit immer wieder auf sich aufmerksam. Und, wie erst kürzlich veröffentlicht, wurde auch an deutschen Reaktoren bei Sicherheitsüberprüfungen geschlampt. Umso wichtiger wird die Forderung, die acht Atomkraftwerke, die hierzulande noch laufen, endlich abzuschalten. Die Gefahr einer Katastrophe ist nicht gebannt!

Informationen zu aktuellen Atomplänen

Nach dem Gedenken bietet eine Informationsrunde Gelegenheit zum Austausch von Nachrichten über aktuelle Atompläne. So sollen beispielsweise nach dem Vorschlag der Atom-Finanz-Kommission die Kosten für Zwischen- und Endlagerung von Atommüll auf einen staatlichen Fonds übertragen werden, was nach Abzug der von den AKW-Betreibern einzubringenden Rückstellungen und eines Risikoaufschlags diese von weiteren Kosten befreien würde. An den Steuerzahlern bliebe dabei nach Befürchtung von Kritikern ein Fehlbetrag von rund 60 Milliarden Euro oder höher hängen. Weiterhin richtet sich eine Unterschriftenkampagne gegen die ab 2017 bis zur Stilllegung der Reaktoren vorgesehene Brennelementesteuerbefreiung an die Politik. Und im Programmentwurf einer noch jungen Partei wird neben der Abschaffung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes die Laufzeitverlängerung der Kernkraft gefordert.

Die Bebraer Initiatoren hoffen auf viele Teilnehmer und regen an, Windlichter für die 30-minütige Veranstaltung mitzubringen.

Herbert Mühlbauer, Bebra, für Klimaforum Waldhessen

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